Bringt uns Alternativen zum Abbau bei der Weiterbildung bei den gestalterischen Berufen!
Anlässlich des Aktionstages zur Rettung der gestalterischen Weiterbildungskurse versammelten sich einige hundert Personen im Kunsthof der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zu kreativem Protest gegen den Abschaffungsbeschluss der Hochschulleitung. Gemeinsam schufen Kursteilnehmerinnen, Studierende, Dozierende und solidarische Bürgerinnen einen gigantischen, symbolischen Rettungsring und weitere luftige Objekte, die über dem Kunsthof schwebten und abends illuminiert wurden.
Das organisierende Komitee zur Rettung der gestalterischen Weiterbildungskurse, das vom vpod, dem Verband des Personals öffentlicher Dienste und Dozierenden der ZHdK gegründet worden war, wird von vielen z.T. gesamtschweizerischen Berufsverbänden, Interessengruppen und Gewerkschaften unterstützt. In ihren eingereichten Statements weisen insbesondere die Berufsverbände darauf hin, dass mit der Abschaffung der öffentlichen gestalterischen Weiterbildungskurse eine Lücke in der gestalterischen Weiterbildung entsteht, für die es im Kanton Zürich keine äquivalenten Alternativen gibt. An der Medienkonferenz zeigten Dozierende der ZHdK auf, welche breite Palette an Grundlagen und Vertiefungs-möglichkeiten den jährlich rund 700 Studierenden und 1500 Kursteilnehmerinnen in den Kursen vermittelt wurden. Als besonders stossend erweist es sich, dass die Vorgaben des Fachhochschulrates und der Beschluss der Hochschulleitung einer gesetzlichen Grundlage entbehren und klar gegen den Weiterbildungsauftrag von Kanton und Fachhochschule verstossen.
Wie das Komitee ausführte, wurde die Bildungsdirektion und die Hochschulleitung schriftlich aufgefordert, den Entscheid der Streichung um mindestens ein Jahr zu verschieben, damit genügend Zeit für eine seriöse Abklärung von Alternativvorschlägen zur Verfügung stehe. Solche Alternativvorschläge wurden vom Komitee unlängst eingereicht. Daneben wird gefordert, dass die seit einem Jahr verweigerten Mitwirkungsrechte von Studierenden und Dozierenden gewahrt werden und dass zu lösungsorientierten Gesprächen an einen runden Tisch eingeladen wird. Die kantonalen Gremien hat das Komitee schriftlich informiert und zum Einschreiten aufgerufen, bevor die über hundertjährige und bewährte Institution der gestalterischen Weiterbildungskurse aus der Bildungslandschaft verschwunden ist. Das Komitee hat ausserdem dringende Gespräch gefordert. Die Hochschulleitung wird in den nächsten Wochen ihren definitiven Entscheid fällen.
... An der Bildung und der Weiterbildung darf nicht gespart werden.


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